Proposition de loi 6955 relative à la transsexualité et modifiant le Code civil

PPL 6955

Le dépôt de la proposition de loi 6955 du 23 février 2016 dite « PROPOSITION DE LOI relative à la transsexualité et modifiant le Code civil » concerne l’article 99-1 du Code civil. Celle-ci constitue un premier pas primordial vers le respect du droit à l’autodétermination des personnes concernées par une procédure rapide, transparente et facile d’accès.

A travers l’ajout d’un article unique, la proposition de loi poursuit deux objectifs : préciser les conditions pour le changement de sexe et accessoirement du prénom sur l’état civil, ainsi qu’abolir les interventions physiques et psychiatriques/psychologiques forcées en vue d’une telle modification.

La proposition de loi va dans le sens du droit européen et international en consacrant une véritable reconnaissance juridique à la personne qui s’écarte des normes sexuées/genrées.

Seulement, ce premier pas ne nous mène pas assez loin dans la mesure où la résolution 2048 de l’Assemblée Parlementaire du Conseil de l’Europe du 22 avril 2015 réclame la dépathologisation des personnes trans’. Rappelons ici que tous (!) les membres luxembourgeois de l’Assemblée Parlementaire du Conseil de l’Europe ont voté en faveur de cette résolution qui constitue le minimum à mettre en place.

Les députées Sylvie Andrich-Duval et Françoise Hetto-Gaasch, du groupe parlementaire du CSV, ont pris les devants en accordant plus de droits aux personnes s’écartant des normes de sexe/genre. Il s’agit d’un pas dans la bonne direction, résolvant une partie non négligeable du problème et constituant un vrai progrès dans beaucoup de cas concrets.

Opinions

Als Erstes muss ich zugeben, dass ich positiv von der CSV überrascht bin, dass der Gesetzvorschlag von ihr kommt, da sie eine eher konservative Partei ist und daher konservative Werte vertritt, die mit den Anliegen von Menschen, die nicht den traditionellen Geschlechternormen entsprechen, nicht im Einklang zu stehen schienen. Nun bin ich eines Besseren belehrt worden und sehe, dass konservative Werte und Anliegen bzw. Bedürfnisse von Menschen am Rande der Gesellschaft einander nicht ausschließen.

Zweitens zeigt die CSV mit ihrem Gesetzesvorschlag nicht nur eine mir bis dato unbekannte Offenheit, sondern auch eine Handlungsbereitschaft, sich für Menschen einzusetzen, die keine Lobby in unserer Gesellschaft besitzen. Dies zu tun, bedeutet keine Wahlwerbung, Applaus ist nur von wenigen zu erwarten, manche werden sich vielleicht sogar fragen „Haben die nichts Besseres zu tun?“ Dennoch liegt nun ein Vorschlag von ihr vor, der jenen Erleichterung bringen wird, die bereits seit (vielen) Jahren auf eine Änderung von Geschlechtseintrag im Personenstandsregister warten, ohne zuvor für psychisch krank erklärt worden zu sein. Einen größeren Integrationsbeitrag hat bisher keine Partei in diesem Land geleistet. Vielen Dank dafür.

Frau Hetto beschreibt in ihrer Rede gut, was Trans-Personen durchmachen und welchen Problemen sie ausgesetzt sind. Sie macht ebenfalls darauf aufmerksam, dass „trans zu sein“ weder eine Krankheit, noch eine Wahl ist. Dies anderen Abgeordneten wie auch der Bevölkerung zu verdeutlichen, scheint mir sehr wichtig zu sein.

Auf einen weiteren wichtigen Punkt wird durch Frau Andrich aufmerksam gemacht: Die lange, erniedrigende Prozedur, durch welche Trans-Personen gehen müssen. Von psychiatrischer Diagnose bis zur gezwungenen medizinischen Behandlung und Chirurgie, müssen die betroffenen Personen ihre Transition dokumentieren, was als Verstoß gegen das Recht, über dem eigenen Körper zu verfügen, angesehen werden kann.

Meiner Meinung nach würde der Gesetzvorschlag, wenn er in Kraft treten würde, auch Jugendlichen das Leben vereinfachen und ihre Zukunftschancen im beruflichen Bereich deutlich verbessern. Der erste Punkt des vorgeschlagenen Artikels 99-1 ist wichtig, da er im Sinne der praktischen Umsetzung der Menschenrechte ist. Das Recht auf Selbstbestimmung wird dabei beachtet.

Dieser Gesetzesvorschlag sollte keinesfalls abgelehnt werden bzw. erst in 5 Jahren in Kraft treten, sondern so schnell wie möglich.

G., 23 Jahre Luxemburg, 08.04.2016

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Chambre des Députés du Grand-Duché de Luxembourg ( Proposition de loi 6955 relative à la transsexualité et modifiant le Code civil )

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