International Congress 2012

En collaboration avec
Université du Luxembourg – Abbaye de Neumünster – Ministère de la Santé

Deutsch

Internationaler wissenschaflticher Kongress

 Geschlechternormativität und Effekte für Kindheit und Adoleszenz

 Von Montag dem 24. bis Samstag dem 29. September 2012 in Luxemburg

Programm im PDF-Format ) ( Einschreibeformular ) ( Workshops ) ( Kongress-Plakat)

Kontext

Geschlechternormen beeinflussen uns lebenslang und das bereits von vor der Geburt an. Geschlechternormen spiegeln sich u.a. im Verhalten wie auch in der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen wider und werden ab der Kindheit meist durch Eltern/Familie, Schule und Peer-Groups (Gruppen Gleichaltriger) vermittelt. Kindern wird immer noch geschlechterrollentypisches Verhalten nahe gebracht. Jene, die nicht das gewünschte Verhalten zeigen, werden oft zu ihrem „Wohl“ korrigiert bzw. sanktioniert, wobei dieses „Wohl“ häufig als von anderen bestimmt zu verstehen ist. Als Grund für die Vermittlung traditioneller Geschlechternormen wird vor allem seitens der Eltern oftmals Angst angeführt, dass ein Kind, das sich nicht den Geschlechternormen entsprechend verhält, gesellschaftlich ausgeschlossen bzw. diskriminiert wird. So fungieren Eltern und andere Erziehende gleichzeitig als Stabilisierende eines Systems von Ausschluss und Diskriminierung, solange sie Gendernormen nicht in Frage stellen, jedoch mit Korrektur und Sanktionen auf von den Geschlechternormen abweichendes Verhalten reagieren. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern diese Normen einen notwendigen bzw. angemessenen Rahmen für die Erziehung von Kindern darstellen und welche Effekte Geschlechternormen auf die „Mädchen“, die „Jungen“, die „anderen“ haben. Diese „anderen“, meist unsichtbar, werden sowohl in den eigenen Familien, den Peer-Groups wie auch im Schulsystem oftmals nicht wahrgenommen.

Hieraus lassen sich weitere Fragen ableiten: Welchen Raum benötigen Kinder, um ihre Identität zum Ausdruck zu bringen? Wie können Eltern unterstützt werden, ihre „gendervarianten“ Kinder zu begleiten und welche Rolle können Erziehungs- und Bildungssystem für diese Kinder und ihre Umgebung einnehmen? Welche ethischen Fragen stellen sich den Professionellen, die mit Kindern arbeiten? Gibt es normabweichendes Verhalten, welches psychiatrische Interventionen notwendig macht?

Es wird deutlich, dass solche Fragen nach der Notwendigkeit wie auch nach der Angemessenheit von Inhalt und Durchsetzung der Geschlechternormen über die Ebene des Individuums hinaus gehen und in ihrer gesellschaftlichen Dimension zu betrachten sind. Dabei ist der besonderen Vulnerabilität Heranwachsender Rechnung zu tragen.

Der bisherige Rechtfertigungsdiskurs zur Durchsetzung tradierter Geschlechternormen basiert in der Regel auf einer vermeintlichen Zweigeschlechtlichkeit menschlichen Seins mit zwei strikt voneinander abgrenzbaren, „komplementären“ biologischen Geschlechtern. Danach würden Menschen aufgrund der biologischen Merkmale nicht nur eine soziale Geschlechterrolle einnehmen, sondern eine bestimmte, den kulturellen Vorstellungen entsprechende Geschlechtsidentität entwickeln. Geschlechternormen werden somit biologisch begründet und eine geschlechtsspezifische Erziehung wird für eine gesunde psychosoziale Entwicklung als notwendig erachtet. Ein weiterer Diskussionspunkt ist daher die Frage, was es bedeutet, wenn bestimmte biologische Merkmale, die im kollektiven Bewußtsein bislang als nahezu unveränderlich galten, noch immer eine der Grundlagen sozialer, gesellschaftlicher Ordnungen bilden.

Diese Annahme der Zweigeschlechtlichkeit und die damit verbundenen Implikationen werden zur Norm erhoben, als allgemeingültig betrachtet und beei13nflussen das soziokulturelle System insgesamt. Den Bereichen „Recht“ und „Medizin“, denen einerseits gesellschaftlich eine stärkere Wirkmächtigkeit zugeschrieben wird, die andererseits selbst eine Abweichungen korrigierende und normenstabiliserende Wirkung haben, ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein Blick in die Alltagssituation Luxemburgs wie auch anderer westeuropäischer Staaten zeichnet ein plurales Bild: Ein-Eltern-Familien, Scheidungskinder, Patchworkfamilien, Homo-Elternschaften, Trans-Elternschaften und transidente Kinder stellen keine Ausnahmen dar und könnten somit als Teil eines veränderbaren, varianten und facettenreichen normativen Spektrums verstanden werden.

Die sich abzeichnende Kluft zwischen geltenden Normvorstellungen von Geschlecht und Sexualität einerseits und der Pluralität unterschiedlicher Lebensentwürfe andererseits könnte aufgelöst werden durch das Aufweichen starrer Geschlechternormen. Korrektur und Sanktion könnten ersetzt werden durch Respekt für und Anerkennung von Anderen bzw. Andersartigen. Sozialer Ausschluss und Diskriminierung könnten durch Integration aufgehoben werden. Dann müssten Abweichungen von geschlechterrollentypischem Verhalten auch nicht mehr entwertet und/oder tabuisiert werden, sondern könnten als Varianten in einer diversen Gesellschaft gewertschätzt und integriert werden. All dies könnte zu einem besseren Verständnis des Kontinuums von Verhaltensvariationen innerhalb der Geschlechterrollen wie auch geschlechtlicher Identitäten – über die „weiblichen“ und „männlichen“ hinaus – führen und neue Räume für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene eröffnen. Diese Raumerweiterungen blieben jedoch nicht notwendigerweise auf den Bereich von Geschlecht und Sexualität beschränkt, sondern könnten übertragen werden auf die Dimensionen Klasse, Rasse/Ethnizität, Behinderung und/oder Alter, die ebenfalls immer noch zu sozialem Ausschluss und Diskriminierung führen können.

Zielsetzung des Kongresses

Mit dem Kongress geht es vor allem um das Hinterfragen von Geschlechternormen und dem Raum, den sie in der Entwicklung und Erziehung im Allgemeinen einnehmen. Im Fokus der Debatte stehen Kinder und Jugendliche sowie Kinder von Eltern, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht den geltenden Normvorstellungen entsprechen. Die Vorstellungen darüber, was „das Beste“ für ein Kind ist, wer „das Beste“ definiert und wer weiß, was „das Beste“ ist, sollen kritisch beleuchtet werden.

Ferner strebt der Kongress eine ergebnisorientierte Debatte über zu verbessernde familiäre und soziale Integration der von vorherrschenden Geschlechternormen abweichenden Kinder und Jugendlichen an. Es geht um die Erweiterung des Erkenntnisspektrums hinsichtlich der Variabilität von biologischen Geschlechtern, geschlechtlichen Identitäten, sozialen Rollen und sexuellen Orientierungen einschließlich all ihrer jeweiligen Wechselwirkungen.

Der Diskurs über die Geschlechtergleichheit fokussiert bislang eher auf diejenigen Personen, die sich innerhalb bipolarer Geschlechternormen „weiblich – männlich“ bewegen. Die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten wird dabei nicht thematisiert. Ein zusätzliches Ziel des Kongresses ist vor diesem Hintergrund die Erweiterung der Diskussion auf die Gleichheit von Kindern und Jugendlichen, die sich den geltenden Geschlechternormen entziehen. Ergebnisse des Kongresses könnten als Lösungsvorschläge dienen und somit einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leisten, insbesondere in den Bereichen Erziehung und Bildung.

Der Kongress soll ein Ort des Informations- sowie Erfahrungsaustausches zwischen Professionellen und Forschenden, die zu den Themen „Geschlecht und/oder Gender“ arbeiten, aber auch für ein breites Publikum offenstehen und ein Forum für Familienangehörige gendervarianter Kinder und Jugendlicher darstellen. Der Kongress bietet darüber hinaus berufsgruppenspezifische Workshops sowie einen Eltern-Workshop an. Weiterentwicklungen von „Good practices“ stehen im Zentrum des Kongresses. Durch Vorträge, Fortbildungen für Hebammen, Ärzt_innen unterschiedlicher Disziplinen und Psycholog_innen soll die Debatte um das Thema „Intergeschlechtlichkeit“ angestoßen werden, ebenso wie durch ein Rundtischgespräch, an dem auch Vertreter_innen der politischen Parteien Luxemburgs teilnehmen.

Das Programm des Kongresses wird durch einen kulturellen Teil abgerundet, zu dem u.a. ein eigens für die Veranstaltung gedrehtes Kurzfilm-Programm gehört.

Français

Congrès scientifique international 

La normativité de genre et ses effets sur l’enfance et l’adolescence

Du lundi 24 au samedi 29 septembre 2012 à Luxembourg

( programme au format PDF ) ( Formulaire d’inscription ) ( Workshops ) ( Affiche Congrès )

Contexte

Les normes de genre imprègnent toute la vie dès avant la naissance. Reflétées notamment par les comportements et la configuration des relations interpersonnelles, elles sont transmises dès l’enfance, avant tout par les parents/la famille, l’école et les groupes de pairs (enfants du même âge). Dans ce contexte, les enfants apprennent aujourd’hui encore des comportements typiquement associés à un rôle de genre. Ceux qui n’adoptent pas le comportement souhaité sont fréquemment corrigés voire sanctionnés « pour leur bien » et ce bien doit souvent être compris comme étant défini par d´autres. La raison fréquemment avancée, surtout par les parents, pour la transmission des normes de genre traditionnelles, est la peur qu‘un enfant qui ne se conforme pas à ces normes soit exclu socialement ou subisse des discriminations. Ainsi, tant que les parents – et les autres personnes chargées de l’éducation de l’enfant – ne remettent pas en question les normes de genre mais corrigent et sanctionnent les comportements qui n’y sont pas conformes, ils font souvent office de stabilisateurs d’un système d’exclusion et de discrimination. La question se pose alors de savoir dans quelle mesure les normes de genre constituent un cadre nécessaire ou approprié pour l’éducation des enfants et quels sont leurs effets sur les « filles », les « garçons », les « autres ». Ces « autres », le plus souvent invisibles, passent fréquemment inaperçus de l’école maternelle à la sortie du système scolaire, tant dans leurs propres familles que parmi les groupes de pairs ou à l’école.

D’autres questions en découlent : quelle marge de manoeuvre faut-il laisser aux enfants dans l’expression de leur identité ? Comment aider les parents à accompagner les enfants dont le comportement s’écarte des normes de genre et quel rôle le système éducatif peut-il jouer à leur égard et vis-à-vis de leur entourage ? Quelles sont les questions éthiques auxquelles sont confronté-e-s les professionnelles et professionnels de l’enfance? Existe-t-il des comportements non conformes aux normes de genre qui nécessitent une intervention psychiatrique ?

Il apparaît clairement que ces questionnements relatifs au caractère nécessaire et approprié du contenu et de la mise en oeuvre des normes de genre dépassent la sphère individuelle et qu’ils sont à considérer dans leur dimension sociale. A cet égard, la vulnérabilité de l’enfant doit être spécialement prise en compte.

Jusqu’à présent, la justification des normes de genre a généralement reposé sur la supposition que l´humanité se répartit en deux sexes et qu’il existe deux sexes biologiques « complémentaires » pouvant être strictement distingués l’un de l’autre, en fonction desquels les personnes développent non seulement un rôle de genre, mais aussi une identité de genre spécifique, correspondant aux représentations culturelles. La biologie est alors avancée pour justifier les normes de genre et une éducation en fonction du genre est considérée comme nécessaire à un développement psychosocial sain. Il en résulte un élément de discussion supplémentaire : quelle signification accorder au fait que certaines caractéristiques biologiques, jusqu’à maintenant considérées comme presque immuables dans les représentations collectives, constituent encore l’un des fondements des ordres sociaux et sociétaux ?

Le présupposé de la binarité des sexes et des genres est, tout comme ses implications, élevé au rang de norme, considéré comme universellement valable et influence l’ensemble du système socioculturel. Une attention particulière doit être accordée aux domaines du droit et de la médecine auxquels une effectivité plus grande est reconnue socialement, d’une part, et qui ont pour effet de corriger et de stabiliser les écarts à la norme, d’autre part.

La réalité est différente au Luxembourg et dans les autres pays d’Europe de l’Ouest : familles monoparentales, enfants de parents divorcés, familles recomposées, homoparentalités, transparentalités et enfants transidentitaires ne sont pas des exceptions mais peuvent être considérés comme faisant partie intégrante d’un éventail de normes modifiables, variables et diversifiées.

Le clivage entre les représentations normatives en vigueur associées au sexe, au genre et à la sexualité, d’une part, et la pluralité des situations vécues, d’autre part, pourrait se résoudre grâce à l’assouplissement de la rigidité des normes de genre. Correction et sanction pourraient faire place au respect et à la reconnaissance de l’autre ou de la différence, exclusion sociale et discrimination pourraient être remplacées par l’intégration. Il n’y aurait alors plus lieu de dévaloriser et/ou de tabouiser les écarts par rapport à la norme, qui pourraient être appréciés et intégrés en tant que variantes au sein d’une société diverse. Il pourrait en résulter une meilleure compréhension du continuum des variations comportementales liées aux rôles de genre et aux identités de genre – au-delà du « féminin » et «du masculin » – et de nouvelles possibilités pourraient s’ouvrir aux enfants, aux adolescentes et aux adolescents, mais aussi aux adultes. Cet élargissement des possibilités ne resterait pas forcément limité au domaine du genre/sexe et de la sexualité, mais pourrait être étendu à la dimension de la classe, de la race/de l’ethnicité, du handicap ou de l’âge, qui peuvent encore aujourd’hui être des facteurs d’exclusion sociale et de discrimination.

Objectifs du congrès

Le congrès vise avant tout à questionner les normes de genre et la place qu’elles occupent dans le développement et l’éducation de l’enfant en général. Une attention particulière sera accordée aux enfants et aux enfants de parents dont l’identité de genre et/ou l’orientation sexuelle divergent de ce qui est considéré comme la norme en vigueur. A cet égard, un éclairage critique sera apporté sur des questions telles que : « Qu’est-ce qui est le mieux pour l’enfant ? Qui le définit ? Qui le sait ? ».

Le congrès a aussi pour but du susciter un débat axé sur des résultats en vue de l’amélioration de l’intégration familiale et sociale des enfants, adolescentes et adolescents ne correspondant pas aux normes de genre dominantes. Il s’agit d’élargir l’éventail des connaissances concernant la variabilité des sexes biologiques, des identités de genre, des rôles sociaux et des orientations sexuelles, ainsi que leurs interactions.

Jusqu’à présent, le discours sur l’égalité des genres a plutôt porté sur les personnes qui se conforment aux normes de genre bipolaires « féminin-masculin ». Dans ce contexte, la diversité des identités de genre n’est alors pas thématisée. Un objectif supplémentaire du congrès est d’élargir la discussion sur l’égalité aux enfants, adolescentes et adolescents qui s’écartent des normes de genre en vigueur et de proposer des solutions en vue d’une meilleure égalité des chances, en particulier dans l’éducation et l’enseignement.

Le congrès se veut un lieu d’échange d’informations et d’expériences entre les professionnelles et professionnels travaillant sur les thèmes du sexe et/ou du genre. Il sera aussi ouvert au grand public et aux familles d’enfants, d’adolescentes et d’adolescents qui ne se conforment pas aux normes de genre. Des ateliers spécifiquement destinés à certaines professions, aux parents ou aux jeunes seront aussi proposés. L’élaboration de bonnes pratiques occupera une place centrale. Par ailleurs, le thème de l’intersexuation sera abordé dans des exposés, des formations professionnelles pour les sages-femmes, les médecins de différentes disciplines et les psychologues, ainsi que lors d’une table ronde avec les partis politiques du Luxembourg.

Le programme sera complété par des courts métrages conçus spécialement pour le congrès.

English

International Scientific Congress

Gender Normativity and its Effects on Childhood and Adolescence

From Monday 24th to Saturday 29th of September 2012 in Luxembourg

Program in PDF-Format ) ( Registration form ) ( Workshops ) ( Congress Poster )

Context

Beginning before birth, gender norms influence us throughout our lives. These norms are reflected in our behaviours and social interactions. Starting in childhood, gender norms are communicated via a wide range of individuals and structures including parents and other family members, schools and peer groups. Young people are encouraged to engage in behaviour corresponding to typical gender roles. Those who do not present the desired behaviours are often corrected, if not sanctioned, “for their own sake”. It must be considered, however, that others decide what is ‘best’ for them – not youth themselves. To justify their transmission of gender norms, parents and others most often indicate fear of exclusion or discrimination directed towards a gender non-conforming child. In this way, parents and other guardians are involved in stabilizing a system of exclusion and discrimination in that they do not challenge gender norms, but also because they react by correcting and sanctioning gender non-conforming behaviours. Within this context, certain questions arise: To what extent do these norms constitute a necessary or appropriate frame for raising young people? What are the effects of gender norms on “girls”, “boys” and “other” youth? These “other” children, largely invisible, are often ignored within their own families, among peers and in school systems.

These issues introduce additional questions: To what extent should youth be free to express their own identities? How might we help parents to support their “gender-variant” children and what roles might systems of education and child rearing play? What ethical issues do professionals ask themselves when they work with gender-variant young people? Which norm-diverging behaviours are pertinent to psychiatry?

It is clear that these questions about the necessity and relevance of the content and implementation of gender norms extend beyond the individual level, and should take into account societal dimensions. The vulnerability of youth is especially important here.

Until now, discursive efforts to justify the enforcement of traditional gender norms have been typically based on an alleged binary with two clearly differentiated “complementary” biological sexes. It is assumed that people take on both a social gender role and a distinct, culturally influenced gender identity based on biological sex characteristics. As a consequence, gender norms are explained via biology, and gender specific child rearing is understood to be necessary for healthy psychosocial development. Thus, an additional issue to consider is what it means when biological features that have been considered by the collective conscience to be nearly unchangeable continue to be among the fundamental principles of social and societal systems.

These assumed sex and gender binaries – and all that come with them – have been raised to norms that are considered universal and are involved in shaping the entire socio-cultural system. Particular attention must be paid to the fields of law and medicine – two professional domains that are granted social power and authority and are themselves involved in “correcting” deviations and stabilizing norms.

A glance at the everyday situation in Luxemburg and in other western European countries paints a picture of plurality. Single parent families, children of divorced parents, patchwork families, same sex parents, transgender parents and transgender children are not exceptions; they should instead be understood as parts of a changing, varied and multi-faceted normative spectrum.

The increasingly apparent gap between accepted norms around sex, gender and sexuality on the one side, and the plurality of different ways of living on the other, could be resolved by softening the rigidity of gender norms. Correction and sanctioning could be replaced with respect for and recognition of others and other ways of being. Social exclusion and discrimination would be abolished by integration. Deviating from norms would no longer be devalued or considered taboo, and would instead be valued and incorporated as variations in a diverse society. This would all help guide us to better understand the continuum of behaviours across gender roles and gender identities – beyond “feminine” and “masculine” – and to open new spaces for both young people and adults. These developments should not be limited to the areas of gender and sexuality; they should also be applied to aspects of class, race/ethnicity, disability and age – dimensions that also lead to social exclusion and discrimination.

Conference Aims

This conference will examine, above all, gender norms and their manifestations during development and education. Gender non-conforming youth and children of gender non-conforming parents remain at the core of this debate. Issues surrounding sexual orientation will be an additional focus. The conference will also critically explore ideas about what is “best” for a child, who defines this “best” and who knows what is “best”.

In addition, the conference will provide space for a result-oriented debate about how to improve familial and social incorporation of gender non-conforming youth into prevailing gender norms. It will consider ways to expand the spectrum of recognition regarding variability across biological sex, gender identities, social roles and sexual orientations, as well the ways in which they all interact.

Discourse about gender equality has focused primarily on people who exist within the binary and polarized “feminine – masculine” gender norms. Thus, the diversity of gender identities is not discussed. Given this backdrop, another goal of the conference is to expand the discussion about gender equality to include youth who evade prevailing gender norms. Results and conclusions from the conference will help to provide possible solutions for improving equality, especially in the realms of formal and informal education.

The conference will provide both a space for professionals working on issues of sex and/or gender to exchange information and experience, and a forum for family members of gender variant children, but it will also be accessible and open for a wider audience. The conference offers profession-specific workshops and workshops for parents and youth. Discussions and developments with regards to “good practices” will be a focus of the conference. Intersex issues will also be addressed via lectures and training programs for midwives, a range of doctors and psychologists as well as via a film on intersexuality with a post-film discussion where representatives of the political parties in Luxemburg will be present.

The conference is complete with a short film program developed especially for this event. The end of the conference will be reserved for youth; it will provide them with an opportunity to engage with the topic of “gender norms” creatively and in interaction with one another.

For travellers

Our guide to Luxembourg city for congress travellers – Notre guide de la ville de Luxembourg pour ceux qui viennent de loin – Unser Führer zur Stadt Luxemburg für Kongress-Reisende
Deutsche Ausgabe

 Luxembourg City Tourist Office
EnglishFrenchGerman

Is it true what they say about: Luxembourg City ?

This is one of 10 short films about Luxembourg. Each video clip represents one of the many diverse facets of this astonishing yet little known country.
While clichés are being countered, you’re invited to find out why the only Grand Duchy in the world is worth a visit, an extended stay or a long-term investment.
So watch the films, share them with your friends, download them and use them in order to present Luxembourg the way many inhabitants, visitors and investors experience the country today.

Watch’em all on Promote Luxembourg ! You soon will be part of it.

Conclusio

Der Kongress lieferte die Grundlage für folgende Veröffentlichung.

Erik Schneider / Christel Baltes-Löhr (Hg.)

Normierte Kinder
Effekte der Geschlechternormativität auf Kindheit und Adoleszenz

Geschlechternormen beeinflussen uns von Geburt an – bis ans Ende unseres Lebens. Welche Effekte haben sie auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen? Vermittelt durch Eltern/Familie, Schule und Gleichaltrige sind sie bislang Teil zwischenmenschlicher Beziehungen. Dieser Band zeigt: Die konventionelle Annahme einer Zweigeschlechtlichkeit führt dazu, dass Kindern geschlechterrollentypisches Verhalten beigebracht wird, um ihre Geschlechtsidentität herauszubilden. Die Beiträge gehen den Gründen für diese Vorgehensweise nach und eröffnen die Diskussion über die Kluft zwischen den geltenden Normvorstellungen und der Pluralität unterschiedlicher Lebensentwürfe. Sie zeigen den Weg auf zu einer Kultur des Respekts und der gegenseitigen Anerkennung.

Sie können das Buch hier bestellen …


The below publication is based on the congress proceedings and is due for September 2015. 

Erik Schneider / Christel Baltes-Löhr (eds.)

Normed Children
Effects of Gender and Sex Related Normativity on Childhood and Adolescence

Gender and sex related norms within a broader understanding of sex and gender in its social dimension have an impact on us from the first to the last day of our lives. What are the effects of such norms on the education of children and adolescents? Conveyed via parents/family, school and peers, they are an inseparable part of human relations. After its favorable reception in German speaking countries the book will be also available in English. It shows that the traditional assumption of a dualistic, bipolar normativity of sex and gender, particularly in the light of the biological dimension, leads to children being taught gender-typical behavior in order to assign their own gender. The contributions in this volume explore the reasons for these practices and open the debate on the divergence between the prevailing norms and the plurality of different life plans. In addition, the book helps to disengage the topic of sex and gender from a hitherto narrowly circumscribed context of sexual orientation. The contributions point the way towards a culture of respect and mutual acceptance and show new methodological approaches by including in future research projects more than the two sexes and genders of female and male.

You can already pre-order the book here …

Titelbild zu Buch "Normierte Kinder" aus dem Transcript Verlag

Normierte Kinder – Transcript Verlag

Cover picture from the bokk "Normed Children" of Transcript Editions Germany

Normed Children – Transcript Editions

 


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